Informationen rund um die gynäkologische Krebsfrüherkennung

Was ist ein PAP-Abstrich?

Der Pap-Abstrich ist eine Untersuchung zum frühen Erkennen von Zellveränderungen im Gebärmutterhals. Bei dem Test werden mit einem Entnahmegerät (Wattestäbchen, Bürste, Besen) Zellen aus dem Gebärmutterhals entnommen und auf einen Objektträger aufgetragen. Der Abstrich wird dann im Labor auf abnorme Zellen untersucht, die auf die Entwicklung einer Krankheit hinweisen können.

Was ist Dünnschichtzytologie (Thin-Prep)?

Bei der Dünnschichtzytologie werden die Zellen auf dieselbe Art gewonnen. Dieser Test verursacht keine zusätzlichen Beschwerden. Die Zellen werden dabei nicht auf einen Objektträger aufgetragen, sondern in einen Plastikbehälter mit einer Konservierungslösung gespült. Mit Hilfe eines Prozessors werden die in der Flüssigkeit enthaltenen Zellen dann gleichmäßig (randomisiert) auf den Objektträger gebracht. Somit können Zellen nicht mehr übereinander liegen.

Was ist ein HPV Test?

HPV ist ein Virus, das sexuell übertragen wird. Viele Menschen sind durch dieses Virus infiziert ohne es zu wissen, denn irgendwann in ihrem Leben kommt jede Frau mit dem Virus in Kontakt. In der Regel bekämpft das körpereigene Immunsystem das Virus erfolgreich. Die Viren werden innerhalb weniger Monate wieder aus dem Körper eliminiert. Bei wenigen Frauen allerdings wird das Virus nicht durch die eigene Immunabwehr beseitigt. Gefährdet sind besonders Frauen ab 30 Jahren. Die Infektion mit einem HPV Virus (nur Hochrisiko-Typen) steht in ursächlichem Zusammenhang mit der Entstehen von Gebärmutterhalskrebs. Das Risiko ist 300 Mal höher zu erkranken als bei Frauen, deren HPV Test negativ ist. 

Chlamydieninfektion

Die häufigste Geschlechtskrankheit in Deutschland ist weitgehend unbekannt, die Chlamydieninfektion. Etwa 30.000 neue Fälle treten jedes Jahr auf - mit steigender Tendenz. Die Erreger können bei 2,5 % - 10% aller Mädchen und Frauen, die älter als 14 Jahre sind, nachgewiesen werden, es trifft jedoch vor allem junge Frauen und Männer. Das Problem bei dieser Infektion sind nicht so sehr die akuten Krankheitszeichen, sondern vielmehr die möglichen Langzeitfolgen. Insbesondere bei Frauen kann es zu Unfruchtbarkeit kommen. Zudem wird die Infektion als potentieller Kofaktor bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs angesehen. Das Tückische: Jeder zweite mit Chlamydien infizierte Mann und vier von fünf betroffenen Frauen bemerken von der Infektion nichts. Die Langzeitschäden sind aber trotzdem möglich und die Infizierten können andere Menschen anstecken.

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